Laden

E-Fahren geht anders: Man lädt, wo man sowieso gerade ist d.h. zuhause, am Arbeitsplatz oder vor dem Supermarkt. Man braucht nicht mehr zur Tankstelle zu fahren.

Mit einem Auto, das mit Wechselstrom (AC) schnellladen kann, kommt man fast überall hin. Mit 22kW können so der Renault Zoe und der Smart (nur mit Schnelllader an Board) über 100km Reichweite in einer Stunde laden (BMW i3 in 2 Std.). Wenn Sie mit dem E-Auto nach Ulm oder Stuttgart fahren, können sie dort bequem beim Einkaufen laden und kommen so wieder sicher zurück.
Im Ostalbkreis gibt es solche einheitlichen Typ 2 Ladestellen an über 46 Standorten mit über 100 Ladeanschlüssen (12/35 in Aalen) und zuhause als Wallbox (ab 500,- zuzgl. Montagekosten).

An Schnellladesäulen können bereits heute schon viele Fahrzeuge mit 100 kW Gleichstrom (DC) über 250km in einer 1/2 Stunde nachladen. (Tesla und Audi und noch mehr). Niemand benötigt eine Ladezeit von weniger als 20 Minuten, wie viel Verbrennerfahrer und Politiker immer noch glauben. Schneller laden ist da gar kein Bedürfnis. Im Gegensatz zum Benzin-Tanken können Sie ja die Ladezeit zum Einkaufen, Arbeiten, Pinkeln und Kaffeetrinken nützen (frei nach Christoph Erni).

Hat man ein Auto, dass nur mit Gleichstrom schnellladen kann (Nissan, VW, Opel, Hyundai, KIA u.a.), gibt es unter Umständen Probleme, da es Gleichstromladestellen fast nur an Autobahnen und kaum in den Innenstädten gibt. Solche Ladestellen gibt es im Ostalbkreis in Ellwangen (Maxi Autohof), in Schwäbisch Gmünd (Total Tankstelle) und in Aalen (Kaufland) sowie an der A7.

Baden-Württemberg will bis zum Jahr 2020 ein flächendeckendes, öffentliches Netz von Ladesäulen für Elektroautos aufbauen. Es sollen etwa 2000 neuen Säulen entstehen, aktuell gibt es 800 Säulen im Land. In Aalen entstehen die nächsten Ladesäulen am Limesmuseum, am Klinikum und die Stadtwerke planen 10-15 weitere Stationen bis 2019. Die Stadtwerke Aalen sind dem Elektromobilitäts-Netzwerk ladenetz.de beigetreten. (Verbund von mehr als 150 Stadtwerken in Deutschland). Man braucht übrigens auch das Stromnetz nicht wesentlich auszubauen, wenn man in Zukunft smart gesteuert lädt, zwischenspeichert und so das Stromnetz entlastet.