Laden

E-Fahren geht anders: Man lädt, wo man sowieso gerade ist d.h. zuhause, am Arbeitsplatz oder vor dem Supermarkt. Man braucht nicht mehr zur Tankstelle zu fahren. Bei längeren Strecken lädt man an der Raststätte, wenn man eine Pause braucht. Niemand benötigt eine Ladezeit von weniger als 30 Minuten, wie viel Verbrennerfahrer und Politiker immer noch glauben. Schneller laden ist da gar kein Bedürfnis. Im Gegensatz zum Benzin-Tanken können Sie ja die Ladezeit zum Einkaufen, Arbeiten, Pinkeln und Kaffeetrinken nützen (frei nach Christoph Erni).

laden in der Stadt

Wer zuhause nicht laden kann, lädt beim Einkaufen oder beim Arbeitgeber. Meist reichen 2x/Woche laden. Hier in der Region gibt es in jeder Stadt ausreichend Ladesäulen mit meist 22 kW Wechselstrom (AC). Im Ostalbkreis gibt es solche einheitlichen Typ 2 Ladestellen schon an über 46 Standorten mit über 100 Ladeanschlüssen. Baden-Württemberg hat ein ausreichendes flächendeckendes, öffentliches Netz von Ladesäulen für Elektroautos aufgebaut (alle 10km eine Ladesäule).

Mit einem Auto, das mit Wechselstrom (AC) schnellladen kann, kommt man im ländlichen Raum überall hin. Mit 22kW können so der Renault Zoe und der Smart mit Schnelllader an Board über 100km Reichweite in einer Stunde laden (BMW i3 mit 11kw in 2 Std.). Wenn Sie mit dem E-Auto nach Ulm oder Stuttgart fahren, können sie dort bequem beim Einkaufen laden und kommen so wieder sicher zurück. Sie sind so auch unabhängig von einer Lademöglichkeit zuhause

laden an Autobahnen

An den Autobahnenraststätten gibt es Schnellladesäulen. Dort können bereits heute schon viele Fahrzeuge mit über 100 kW Gleichstrom (DC) über 250km in einer 1/2 Stunde nachladen. (Tesla, Porsche und Audi sogar noch mehr). In der Praxis hat sich so für längere Strecken eine Ladeleistung von 100-150kw bewährt, um das Fahrzeug in der Pause für weitere 300km aufzuladen. DC-Schnellladesäulen gibt es im Ostalbkreis in Ellwangen (ODR und Maxi Autohof), Schwäbisch Gmünd (Total und Agip Tankstellen, Kaufland, WWG Autowelt), Aalen (Kaufland, Lidl), Oberkochen (zeiss), Lauchheim (Edeka Bengelmann) sowie an der A7.

zuhause laden

Zuhause empfiehlt sich für kleine Autos eine 3,6 kW Wallbox. Auch in Mietshausgaragen reichen 3,6 KW. Für größere Autos empfiehlt sich eine 11kW Wallbox. Der ADAC 2019 Testsieger ist die HEIDELBERG Wallbox Home Eco (Note 1,0) für 524,39 Euro zudem preisgünstig (zuzgl. Montagekosten), gefolgt von der WEBASTO Pure (Note 1,2) und der ESL Walli Light pro (Note 1,4). Es gibt inzwischen auch Wallboxen für unter 400,- Euro. Bundesverkehrsministerium bezuschusst ab Ende November 2020 erstmals auch die Installation privater Ladestationen mit 11kW an Wohngebäuden mit 900 Euro pro Ladepunkt. (22KW sind übrigens zuhause völlig unnötig und können nur noch von wenigen Autotypen genutzt werden.)

beim Arbeitgeber

Bei Arbeitgeben gibt es noch zu selten Ladestationen. In naher Zukunft wird es solche Ladesäule aber beim Arbeitgeben geben (heute schon bei Voith, Geländerbau Haase, Zeiss sowie im Landratsamt und Klinikum). Hier empfehlen wir kleine 3,6 kW Wallboxen, da die Mitarbeiter ja 8 Stunden dort parken. Das reicht für über 100 km laden.

Zukunft

Die Politik strebt bis 2030 bundesweit eine Million Ladesäulen an, lt. VCD würden auch 300.000 reichen. Man braucht übrigens auch das Stromnetz nicht wesentlich auszubauen, wenn man in Zukunft smart gesteuert lädt, zwischenspeichert und so das Stromnetz entlastet.